|
|
 |
|
 |
 |
 Reifen und Räder (1. Teil)

Der Reifen war und ist eines der wichtigsten Teile eines Fahrzeuges. Mit der Erfindung des Automobils wurde die Entwicklung des Vollgummireifens und später des Luftreifens lanciert. Die Reifen am Fahrzeug sind die einzige und wichtigste Verbindung zur Fahrbahn, übertragen die Kraft des Motors als Vortrieb und die Bremskraft bei der Verzögerung. Die Reifen müssen unter diversen topografischen, klimatischen und geschwindigkeitabhängigen Bedingungen bei allen Fahrbahnbeschaffenheiten den erforderlichen Kraftschluss zustande bringen.
Reifenwahl. Die technische Freigabe durch den Fahrzeughersteller (Homologation) bedingt die Einhaltung des Tragfähigkeits- und Geschwindigkeitsindexes, die den technischen Anforderungen des Fahrzeuges entsprechen. Der entsprechende Index ist erarbeitet worden um ein Maximum an Sicherheit und Fahrvergnügen bei grösster Leistungsfähigkeit zu gewährleisten und entspricht dem besten Kompromiss. So ist jeder Reifen mit international gültigen Codes versehen und kann so „gelesen“ werden. Eine fachmännische Beratung hilft dem Automobilisten, das beste aus dem Reifen herauszuholen. Nicht jeder Reifen passt auch zu jedem Fahrzeug.
Reifenalterung und Umgebungstemperaturen. Der Hersteller codiert das Endprodukt, sodass jederzeit das Reifenalter festgestellt werden kann. Selbst wenn Reifen kühl und trocken gelagert werden, kann eine Alterung nicht vermieden werden. Jede Gummimischung arbeitet optimal in einem gewünschten Temperaturbereich. Idealerweise bei Sommerreifen zwischen +7 und +35 Grad C., Winterreifen zwischen +5 und -20 Grad C. Die Lebensdauer guter Sommerreifen liegt bei maximal 8 Jahren ab Produktion, diejenige der Winterreifen bei ca. 4-5 Jahren. Die Leistungsfähigkeit der Reifen nimmt ausserhalb dieser Zeitfenster rapide ab. Alte Reifen werden hart, spröde und haften nicht mehr gut auf der Strasse: Unfallgefahr! Speziell zu beachten sind allfällige Rissbildungen im Profil- und Seitenwandbereich.
Warum „Auswuchten“. Wo immer sich ein Teil um eine Achse dreht, treten Probleme mit der „Unwucht“ auf. So nennt man die ungleichmässige Verteilung der Massen an einem sich drehenden Körper. Bei Fahrzeugrädern führt eine Unwucht zu Erschütterungen und erhöhtem Verschleiss an Reifen, Radlagern und speziell an den Stossdämpfern. Bei den Vorderrädern führt sie ausserdem zum Flattern des Lenkrades und dadurch zu gefährlichem Lenkverhalten mit schlechter Spur- und Kurvenstabilität. Das Auswuchten auf einer modernen Maschine trägt wesentlich zu einem sicheren und komfortablen Fahrverhalten bei.
Bei Fragen helfen wir gerne weiter. Im nächsten Newsletter: Räderwechsel, Luftdruck und Reifenschäden.
Hans Füglistaler
Eidg. dipl. Automechanikermeister
 |
 |
|
|
|
| Volante AG, Classic Car Engadin, San Bastiaun 67, CH-7503 Samedan - St.Moritz, T: +41 81 851 0570, F: +41 81 851 0579, info@volantecar.ch |
|
|