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Ennstal Classic 2010

 
„Autofahren im letzten Paradies“ lautet der Slogan der Ennstal Classic. Auf den letzten verkehrsarmen Strassen der Alpenregionen rund um die Tauern- und Dachsteingebirge in der Steiermark finden die alten Motoren den Öldruck ihrer Jugend.
Jedes Jahr im Juli finden sich 210 ausgewählte Teams aus 18 Nationen in Gröbming bei Schladming in Österreich ein. Das letzte Paradies für die Liebhaber der sportlichen Oldtimerszene liegt auf der wendeltreppenartigen Bergstrasse des „Stoderzinken“, am Hochplateau der Postalm, am Sölkpass und vor allem auf der herrlichen Mautstrasse an  der Nockalm.
Wenn die Alpen im Gegenlicht verschwimmen und der Dachstein im Feuer der untergehenden Sonne verglüht lassen die Ehrgeizigen unter den Auserwählten ihren PS freien Lauf und kämpfen um die fehlenden Sekunden. Tausende von Zuschauern verfolgen den dreitägigen Event. Wo sonst können sich die Teilnehmer messen mit aktuellen und ehemaligen Grössen des Motorsportes wie Maria Teresea de Filippis, Sebastian Vettel, Stirling Moss, Jochen Mass, Derek Bell und anderen? Weitere vor allem deutschsprachige Prominenz reiht sich ins Starterfeld ein und geniesst mit weniger bekannten Autofans gemeinsam den Anlass.
Dieses Jahr zum dritten Mal in der Gunst der Veranstalter dabei war das Team aus der Scuderia Volante, Henry Rohrer und Frank Kuhn auf Lagonda M45 Le Mans von 1935, Martin Halusa und Markus Kirchgeorg auf Maserati 150 S von 1956, Ulrich Körner und Hans Füglistaler auf Porsche 550 Spyder von 1955 sowie Marco und Cornelia Vanoli auf Lancia Fulvia HF Fanalone von 1969.
Bei mehrheitlich schönen und heissen Bedingungen waren die Fahrer gefordert und Sonnencreme Pflicht. Bei Temperaturen über 30 Grad mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 50 km/h über einen Pass zu fahren und dabei nach 25 Kilometern nur 12 Hundertstel-Sekunden auf die Idealzeit zu verlieren, da steigt der Puls bis ans Limit - für die Experten. Andere kämpfen mit der doch etwas exotischen Messweise dieser Rallye und den vielen Prüfungen. Für Abkühlung bei den Cabriofahrern sorgt dann das abendliche Gewitter. Bei Lederhosenträgern (etwa ein Drittel der Teilnehmer) stellen sich dann frühkindliche Gefühle ein. Doch eine Heimkehr ins Trockene ist ja nicht weit.
Kulinarisch wird in den Festzelten viel geboten und man fühlt sich rundum gastfreundlich versorgt. So ist 'mal wieder dabeisein alles und die Scuderia Volante kommt bestimmt  wieder.
Markus Kirchgeorg
 



Scuderia Volante ist angekommen


Rolls-Royces wollen geputzt sein


Urvieh von Morgan


Auf Strecke


Maserati 150 S hält Mittagspause


Rohrer/Kuhn auf Lagonda M45 Le Mans von 1935


Halusa/Kirchgeorg auf Maserati 150 S von 1956


Körner/Füglistaler auf Porsche 550 Spyder von 1955


Fahrernahrung wartet schon
Volante AG, Classic Car Engadin, San Bastiaun 67, CH-7503 Samedan - St.Moritz, T: +41 81 851 0570, F: +41 81 851 0579, info@volantecar.ch